Nicht alle sind in diesen Zeiten traurig über die Auswirkungen des Covid-19 Virus und dessen weltweite Verbreitung.

Ich empfehle einen Blick in die Protokolle der alljährlichen Versammlung der Internationalen Reiterlichen Vereinigung (FEI), die fast im Schweinsgalopp am vergangenen Montag ihre jährliche Sitzung, diesmal selbstverständlich digital, abgehalten hat (einfach auf den Absatz klicken). Dort wurden für den gesamten Reitsport und seine einzelnen Disziplinen Anträge nationaler Verbände abgeschmettert, ohne dass es dort noch einmal überhaupt zu einer Diskussion kam .



So wurde nun ab 01.01.2021 eine generelle Helmpflicht i
n den Dressurprüfungen durchgesetzt, obwohl es einen Gegenantrag namhafter ReitsportlerInnen gab, diese Entscheidung jedem Aktiven selbst zu überlassen.



Gerade zu bejubelt wurde das CAS-Urteil, dass die Sperre der Vereinigten Arabischen Emirate in allen Disziplinen bis zum 31.12.2020 bestätigte. In erster Linie ging es dabei um die unglaublichen Dinge, die sich dort im Distanzsport abspielen. Selbst Journalisten, die sich nicht intensiv mit diesen Dingen beschäftigt haben, wissen, dass die großen Distanzsportwettbwerbe direkt zu Jahresbeginn ausgetragen werden. Was also für eine Farce!!



Wieder einmal wurde deutlich, dass diese Sportfunktionäre nicht wirklich am Wohl der Pferde interessiert sind und sie selbst berechtigte Einwände namhafter Aktiven einfach ignorieren. Schon jetzt kann man sicher sein, dass FEI-Präsident de Vos als IOC-Mitglied und glühender Verehrer des Präsidenten Bach alles tun wird, dessen oberstes Ziel, die Olympischen Spiele 2021 in Tokio notfalls in einer Bubble ohne Zuschauer durchzuführen, bedingungslos unterstützen wird. Mit der Reduzierung auf drei MannschaftsreiterInnen in den olympischen Disziplinen Springen, Dressur und Vielseitigkeit hat er den Reitsport bereits zugunsten der sprudelnden Geldquellen verkauft.

Hier geht es zu den einzelnen Regelungen für die Vielseitigkeit: